Immer wieder lese ich, dass sich Blogger eine Blog-Pause gönnen. Sich selbst und seinem Blog eine Pause vom bloggen zu gönnen, kann verschiedenste Gründe haben. Ich selbst blogge bereits seit 15 Jahren und habe auch schon die ein oder andere Blog-Pause durchlebt. Heute gibt es jedoch für mit als Blogger keine Pausen mehr.

In diesem Artikel zeige ich dir nicht nur die Gründe und Ursachen, weshalb Blogs pausieren. Ich gebe dir auch Tipps, wie Du deine Blog-Pause vernünftig planst und wie Du es als Blogger schaffst nicht zu pausieren.

1Auslöser einer Blog-Pause

Blog Pause - Wenn man keine Ideen für neue Blog-Artikel hat

Es gibt verschiedenste Auslöser, die zu einer Blog-Pause führen.

Innere Leere – fehlende Inspiration

Ich kann mich noch gut an meine erste Blog-Pause erinnern. Ich saß vor dem Notebook und blickte auf einen leeren Blog-Titel, einen WYSIWYG-Editor, der mir mit „Wortanzahl: 0“ immer wieder signalisierte endlich loslegen zu müssen. Doch es kam einfach nichts. Auch an den darauffolgenden Tagen kamen keinerlei Signale aus meinem Gehirn in Richtung Tastatur und wenn doch, so wurden die übertragenen Signale schnell als unbefriedigend empfunden und verworfen.

So wie es mir damals erging, ergeht es tagtäglich vielen Bloggern. Es fehlt nicht nur an Ideen, sondern auch der Motivation diese Ideen umzusetzen. Eine solch innere Leere lässt sich nicht einfach beseitigen. Ich selbst musste auch schon mit dieser inneren Leere kämpfen, war ausgebrannt und hatte weder Antrieb, noch Energie, um an einem meiner Blogs weiter zu arbeiten. Erst die Blog-Pause und die notwendige Distanz verhalfen mir zu neuen Ideen uns Inspirationen.

Zeitmangel

Blogs pausieren nicht nur aufgrund fehlender Inspiration, nein oft auch aufgrund von Zeitmangel. Zeitmangel, weil man sich beruflich womöglich einer neuen Herausforderung gestellt hat und nun natürlich diese einem nicht nur Freizeit, sondern auch Energie raubt. Auch private, als auch gesundheitliche Veränderungen können dazu beitragen, dem eigenen Blog weniger Aufmerksamkeit schenken zu können.

Auslöser von Zeitmangel beim bloggen:

  • berufliche Veränderungen
  • private Veränderungen
  • gesundheitliche Probleme

Erfolglosigkeit

In der Tat wäre mir dieser Punkt tatsächlich beinahe durch die Lappen gegangen. Denn erst kurz vor Veröffentlichung des Artikels, nachdem ich den Artikel selbst nochmal einem Review unterzog, stellte ich fest, dass die Erfolglosigkeit fehlte. Eine nicht zu unterschätzende Ursache, die nicht nur zu Blog-Pausen, nein meist zum sterben des Blogs führt.

Gerade Blog-Einsteiger sind anfangs sehr euphorisch und glauben mit einem Blog den großen Erfolg landen zu können. Schnell werden Beiträge publiziert, um den Lesern des Blogs einen Mehrwert zu bieten. Doch die Euphorie hält nicht lange an, denn es scheint fast so zu sein, als sei man selbst sein treuster Blog-Besucher. Kaum Besucher und die erhofften Einnahmen zerplatzen wie Seifenblasen. Anstatt am Ball zu bleiben und weiterhin sein Bestes zu geben, kommen erste Zweifel auf. Zweifel, die soweit reichen, dass man zu pausieren beginnt.

2Gründe, warum Du eine Blog-Pause einlegen solltest

Auszeit vom bloggen - Distanz schaffen um neue Ideen Impulse und Energie zu sammeln

In der Tat gibt es viele Gründe für Blogger eine Auszeit einzulegen. Dennoch tun es die wenigsten. Und wenn doch, dann ohne sich Gedanken über das warum gemacht zu haben.

Distanz schafft Inspiration

Gerade wenn es dir an Ideen und Inspiration mangelt neue Blog-Artikel zu schreiben und auch deine Leser möglicherweise dies in Form mangelnder Begeisterung und Leidenschaft deiner Beiträge spüren, schafft eine Blog-Pause die notwendige Distanz. Entscheidend hierbei ist, dass Du diese Blog-Pause auch als Pause nutzt, um deinen Kopf frei zu bekommen.

Leben leben

So mancher Blogger macht nichts anderes außer zu bloggen. Doch auch Pausen müssen sein. Als Angestellter hast Du auch deinen Urlaub, denn Du zur Erholung nehmen musst. Warum also als Blogger nicht auch mal eine Pause machen? Nutze die Pause zur Erholung und Entspannung, ohne Hintergedanken über deinen Blog, deine Besucherstatistik, als auch die Meinung deiner Leser. Auch Du hast dir diese Auszeit verdient.

Konzept überdenken

Was ich selbst immer wieder bei Bloggern beobachte, als auch in meinen Anfangszeiten als Blogger feststellen musste, ist ein Mangel, oder gar gänzliches Fehlen eines Blog-Konzepts. Oftmals werden völlig willkürlich Beiträge geschrieben, die sich in bestehende Strukturen (Kategorien) nicht einordnen lassen. Und meist findet man in diesen Kategorien nur vereinzelt Beiträge. Gefühlt kratzt man an zu vielen Themen und das mitunter auch nur sehr oberflächlich.

Eine Auszeit vom bloggen ist hier für viele Blogger bitter nötig. Denn nur so schaffen sie es die Distanz zu ihrem Blog aufzubauen, um die Realität zu erkennen. Erst indem man die notwendige Distanz geschaffen hat, lässt sich das eigenen Konzept, sofern dies überhaupt bestand, überdenken.

3Blog-Pause planen

Blogger Auszeit planen - So planst Du deine Blog-Pause

Immer wieder stoße ich auf Blog-Artikel mit dem Titel „Wir legen eine Pause ein“, „Die Luft ist raus“, oder gar „Wir hören auf“. Wobei letzteres weniger einer Pause gleicht, sondern eher dem Sterben eines Blogs. Dann beobachte ich, dass solche Ankündigungen meist nur heiße Luft sind. Denn bereits kurz darauf liest man wieder neue Beiträge – auch auf Blogs, die das Aufhören ankündigten. Ja was denn nun? War es das schon mit der Pause? Hat man sich es womöglich anders überlegt? Als Leser nimmt man von solchen Blogs schnell Abstand.

Andere Blogger kündigen eine Pause erst gar nicht an. Erst nach Monaten der Inaktivität kommt mit einem neuen Blog-Artikel ein neues Lebenszeichen des Blogs. Dieser Artikel wird oftmals dazu genutzt, das Comeback des Blogs anzukündigen, um dann nach einigen Wochen, oder Monaten wieder in der Versenke zu verschwinden.

Und warum das Ganze? Weil man Pause als Blogger weder geplant, noch genutzt hat. Man hat einfach nichts gemacht, um dem Sumpf der Einfallslosigkeit des Bloggens zu entfliehen. Ohne eine Planung wirst Du als Blogger immer wieder diese Situation vor Augen haben.

Nachfolgende Fragen sollen dir dabei helfen, deine Blog-Pause zu planen und zu organisieren. Auch dienen die Fragen dazu, deine Leser ins Boot zu holen.

Warum benötige ich eine Blog-Pause?

Du selbst weißt sicherlich, warum Du als Blogger eine Pause einlegen möchtest. Doch was ist mit deinen Lesern? Lass sie an den Gründen deiner Blog-Pause teilhaben. Viele Blogger versäumen ihre Leser über eine Auszeit, als auch über die Gründe in Kenntnis zu setzen. Dabei reagieren Leser meist verständnisvoll, ja gar hilfsbereit und unterstützend und geben einem möglicherweise mit der Ankündigung der Auszeit so viel Wertschätzung zurück, die überwältigend sein kann.

Wie lange soll die Blog-Pause dauern?

Ich mach mal ne Pause, sag aber nicht für wie lange. Ja, das kann durchaus auch eine Strategie sein. Insbesondere bei Schicksalsschlägen, als auch gesundheitlichen Problemen ist nicht immer absehbar, wann man sich dazu wieder im Stande fühlt. Als meine Ehe vor 10 Jahren in die Brüche ging, konnte ich zeitlich nicht abschätzen, wie lange ich brauchen würde, um dies für mich zu verarbeiten. Dennoch kann ein Datum, eine Art von Meilenstein hierfür durchaus hilfreich sein. Denn diesen Meilenstein hält man sich vor Augen.

Die Dauer, oder Länge der Blog-Pause würde ich persönlich nicht unter 3 Monaten ansetzen. Das mag sich für so manch einen recht viel anhören. Doch Abstand gewinnen und Distanz schaffen ist durchaus wichtig, wenn man von  der einen Blog-Pause nicht in die Nächste schlittern möchte. Auch längere Blog-Pausen von 6 Monaten, ja sogar bis zu einem Jahr können ratsam sein, wenn es erforderlich ist.

Diese Auszeit solltest Du jedoch keinesfalls als reinen Urlaub vom bloggen ansehen. Vielmehr geht es darum die Zeit zu nutzen, um dein Blog-Konzept zu überdenken.

Welche Ziele verfolge ich während der Auszeit als Blogger?

Die Auszeit als Blogger hilft dir dabei dein Blog-Konzept zu überdenken. Nachdem Du etwas Abstand von deinem Blog gewonnen hast, wirf einen Blick auf deine Beiträge. Nicht über den Admin-Bereich, sondern so wie deine Leser die Beiträge zu Gesicht bekommen. Mitunter erkennst Du qualitative Unterschiede, merkst, dass es an Qualitätsansprüchen deiner Beiträge mangelte und Du selbst keinerlei Begeisterung beim lesen der eigenen Blog-Artikel verspürst.

Auch die Erkenntnis, dass Du dich für gewisse Themen einfach nicht mehr begeistern kannst und viel lieber dich anderen Themen widmen möchtest, kann eine Erkenntnis sein, die Du im Laufe deiner Auszeit erkennst.

Ich selbst habe in den vergangenen Jahren mich und meine Blogs komplett neu aufgestellt und ausgerichtet. Inzwischen betreibe ich weit über 10 Blogs mit völlig unterschiedlichen Themen. Eine Blogger-Pause gibt es seitdem bei mir nicht mehr. Denn kann ich mich für ein Thema aktuell nicht begeistern, gibt es andere Themen und somit andere Blogs, bei welchen die Ideen gerade zu sprudeln.

Wie kündige ich die Blog-Pause auf meinem Blog an?

Für die Ankündigung einer Auszeit als Blogger solltest Du deinen Lesern die Gründe erläutern, die dich dazu bewegt haben eine Pause einzulegen. Ich persönlich würde hierfür schon etwas ausführlicher beschreiben, was mich zu diesem Schritt bewegt hat. Sind es beispielsweise die fehlende Leidenschaft, die Du beim schreiben neuer Artikel verspürst, kannst Du dies veranschaulichen, indem Du auf Blog-Artikel verweist, mit deren Qualität Du alles andere als zufrieden bist.

Neben deinen Beweggründen, die dich zum pausieren deines Blogs treiben, ist natürlich auch die Dauer / Länge der Blog-Pause wichtig zu vermerken. Auch ist es hilfreich dem Leser mitzuteilen, dass Du die Zeit dazu nutzt, um dir Gedanken über die Zukunft deines Blogs zu machen.

4Tipps, wie ich Blog-Pausen verhindere

Blog-Pause nehmen - Ratgeber und Tipps für eine Blog-Auszeit

Ich blogge selbst schon viele Jahre und hatte auch die ein oder andere Blog-Pause durchlebt. Doch seit über 7 Jahren blogge ich inzwischen ohne Pause. Hier meine Tipps, wie ich ohne Blog-Pausen auskomme.

Urlaub ist keine Blog-Pause

Ja, Urlaub ist Urlaub! Und der steht auch dir als Blogger zu. Wenn Du in deinem Angestelltenverhältnis Urlaub machst, dann mache gleichzeitig auch Urlaub von deinem Blog. So entspannst Du richtig und brauchst im Anschluss nicht Urlaub vom Urlaub. Und nur weil Du nun Urlaub machst, bedeutet das nicht eine Blog-Pause einzulegen. Deinen Lesern musst Du nicht Rechenschaft darüber ablegen, ob Du nun eine Woche im Urlaub bist und es deshalb keine neuen Beiträge gibt.

Ideen gleich festhalten

Ich weiß nicht wie es dir beim bloggen geht. Doch wenn ich einen Beitrag schreibe, kommen mir währenddessen meist Ideen für weitere Blog-Artikel. Diese Ideen nicht festzuhalten ist das Schlimmste was Du tun kannst. Denn tust Du es nicht, sind sie bereits kurz darauf wieder weg. Also gleich einen neuen Beitrag anlegen, kurzen Text dazu festhalten und als Entwurf abspeichern. Auf so manch einem Blog habe ich mehr Entwürfe als veröffentlichte Beiträge. Ich habe also keinen Mangel an Ideen und Impulsen, da ich diese mir mit dem Schreiben von Blog-Artikeln hole und speichere. Regelmäßig schaue ich mir dann alle Entwürfe an und suche mir einen Entwurf aus, der mich gerade anspricht. Und da ich nicht nur einen Blog habe, ist die Vielfalt an Themen, Ideen und gespeicherten Entwürfen sehr groß.

Wer wissen möchte wie viele Beiträge ich als Entwurf auf all meinen Blogs vorliegen habe: Es sind weit über 500 Beitragsentwürfe. Und ja, davon fliegt auch mal der ein oder andere Entwurf beim regelmäßigen Sichten in den Papierkorb. Doch das Tolle daran ist: Mit jedem neuen Artikel entstehen gleichzeitig auch neue Ideen und somit neue Entwürfe.

Mehrere Blogs betreiben

Ich habe schon relativ schnell damit begonnen Themen-Blogs zu betreiben, da ich zuvor immer den Eindruck hatte, als Leser würde man sich vorkommen wie in einem Gemischtwarenladen. Dadurch kann ich mir durchaus auch einmal erlauben einen Blog, der mich gerade inhaltlich nicht wirklich inspiriert, zu vernachlässigen und stattdessen meine Aufmerksamkeit einem anderen Blog zu widmen. In den letzten 12 Monaten habe ich 3 neue Blogs ins Leben gerufen. Unter anderem eben auch den Sidepreneur-Blog. Auch habe ich mich von so manch einem alten Blog getrennt, da ich mit der Qualität meiner Beiträge dort nicht zufrieden war.

Kein Copycat sein

Oft schaut man nach rechts und nach links, sprich man beobachtet den Wettbewerb und holt sich von diesem seine Inspiration. Was für ein Bullshit! Wenn man vom Wettbewerb sich Inspiration holt, dann hat man doch schon halb verloren. Ja, man sollte immer die Beiträge anderer Blogger lesen. Doch nicht, um die Inhalte dann 1 zu 1 zu übernehmen. Solche Beiträge wirken doch meist so, als hätte man abgeschrieben und Kleinigkeiten am Satzbau geändert, um dem Beitrag die eigenen Handschrift zu verleihen.

Ich kann stattdessen nur dazu auffordern einfach mal selbst drauf los zu schreiben, ohne nach links und nach rechts zu schauen, sondern einfach die eigenen Gedankengänge zu einem Thema geordnet in einem Beitrag zusammen zu tragen.

Sei anspruchsvoll

Früher habe ich Content ohne Ende auf einem meiner Blogs produziert. Jeden Tag 5 bis 10 Artikel veröffentlicht. Dass bei dieser Anzahl täglich publizierter Artikel die Qualität leidet, muss ich wohl nicht erzählen. Meine Konsequenz daraus war, dass ich den Blog löschte und die Domain kündigte. Manch anderer hätte vielleicht anders gehandelt und den Blog inklusive Domain verkauft. Doch selbst beim Verkauf von Blog-Projekten habe ich den Anspruch, meinem Nachfolger ein würdiges Projekt zu überreichen.

Ausdauer beweisen

Bis man mit einem Blog erste Erfolge verzeichnet, seien es nun steigende Besucherzahlen, oder erste Werbeeinnahmen, also auch die erste Resonanz von Lesern, muss man Geduld und Ausdauer beweisen. Ich hatte in der Vergangenheit genau dadurch auch profitiert, indem ich Blogs sehr günstig kaufen konnte, die wenig später in meinen Händen den Einsatz binnen eines Monats bereits einspielten. Also bleib am Ball und ernte die Früchte deiner Arbeit.

5Fazit zu Blog-Pausen

Manchmal ist eine Auszeit vom Blog unumgänglich. Oft helfen Blog-Pausen, um sich selbst zu hinterfragen, das eigene Konzept zu überdenken, sich als Blogger womöglich auch neu zu orientieren und sich anderen Themen zu widmen. Themen, für die man sich begeistert und mit welchen man auch stets sein privates Umfeld begeistern kann. Denn dann bringst Du als Blogger die Leidenschaft und Begeisterung mit, auf welche auch die Leser aus sind.

Ich hoffe, dass ich mit meinen Gedanken zur Auszeit als Blogger dich bei diesem Schritt unterstützen konnte und würde mir natürlich wünschen, dass Du dich hier auch zu Wort meldest, die Gründe deiner Blog-Pause beschreibst und wie Du diese erleben konntest.

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