Mit einem Blog kannst Du auf unterschiedliche Weise Geld verdienen. Eine davon sind Sponsored-Posts! In diesem Artikel zeige ich dir, was Sponsored Posts sind, wie Du zu Sponsored-Posts kommst, was Du beim Erstellen von Sponsored Posts beachten musst, als auch die Vorteile und Nachteile.

Sponsored-Posts

Auf Sponsored-Posts, auch als Advertorials bekannt, greifen Unternehmen oftmals im Zuge einer Content-Marketing-Strategie zurück. Beispielsweise, um zur Markteinführung eines neue Produktes. Die Unternehmen suchen aktiv den Kontakt zu Bloggern, bzw. nutzen entsprechende Plattformen hierfür. Üblicherweise bekommt man als Blogger mit der Beauftragung eines Sponsored-Posts das Produkt zum Test überlassen. Während hochpreisige Produkte, wie beispielsweise Smartphones, Tablets, als auch Autos nach erfolgreichem Test wieder an den Auftraggeber zu senden sind, darf man preiswertere Produkte meist behalten.

Eine Kooperation zwischen einem Blogger und einem Unternehmen kann auf unterschiedliche Weise zustande kommen. Beispielsweise über Plattformen wie blogvertising, aber auch über soziale Netzwerke und den direkten Kontakt. Im weiteren Verlauf des Artikels gehe ich detailliert darauf ein.

Was ich für einen Sponsored-Post verlangen kann

Wie viel Geld Du im Detail mit einem Sponsored-Post verdienen kannst ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Häufig begehen Blogger den Fehler, dass sie sich gleich auf das Angebot, welches ihnen unterbreitet wird, einlassen. Warum ein Fehler? Weil sie zu diesem Zeitpunkt sich noch keine konkreten Gedanken über das was nun folgt gemacht haben.

Bevor auch Du nun den selben Fehler begehst, hier die wichtigsten Fragen, die Du vor der Preisverhandlung des Sponsored-Post dem Kooperationspartner stellen solltest. Diese Fragen, insbesondere jedoch die Antworten, tragen maßgeblich zur Preisgestaltung bei.

Wer schreibt den Text des Sponsored-Post?

Lässt Du dir den Text bereits fertig liefern, sollte dieser Text natürlich unique und nicht auf anderen Blogs/ Websites zu finden sein. Schließlich hast Du ja auch ein Interesse daran, dass dein Blog nicht aufgrund Duplicate-Content abgestraft wird.

Nun hat natürlich so ein bereits vorgefertigter Sponsored-Blog-Post den Vorteil, dass man nicht sonderlich viel Aufwand und Zeit investieren. Es scheint leicht verdientes Geld zu sein (ist es auch). Doch was ist die Kehrseite? Jeder Blogger hat seine eigene Blog-DNA, etwas mit dem sich die Leser des Blogs identifizieren. Doch nun auf einmal erscheint ein Blog-Beitrag, der nicht die Handschrift des Bloggers trägt.

Was ich damit zum Ausdruck bringen möchte ist, dass Du dir dadurch möglicherweise Stammleser vergraulst.

Welche Keywords sollen im Sponsored-Post verlinkt werden?

Ein typisches Merkmal eines Sponsored-Posts ist ein Keyword-Link. Doch Vorsicht! Denn möglicherweise rankst Du bei Google mit diesem Keyword sehr gut und würdest durch diesen Keyword-Link hierdurch nicht nur wertvolle Platze bei Google einbüßen. Nein dadurch eben auch Traffic einbüßen. Darüber hinaus gibt es Google-Richtlinien, an die Du dich halten solltest. Näheres hierzu später im Artikel.

Sollen weitere Marketing-Kanäle bedient werden?

Möchte der Auftraggeber zum Sponsored-Blog-Post noch Marketing-Kanäle wie Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest, oder E-Mail-Marketing in Anspruch nehmen, ist dies natürlich zusätzlich aufzuschlüsseln. Denn auch hier entsteht Aufwand. Auch hier wird eine Leistung erbracht, die es zu honorieren gilt.

Erhalte ich das Produkt und darf ich dies behalten?

Soll man in einem Sponsored-Post über ein Produkt berichten, wäre es ein Armutszeugnis des Auftraggebers, wenn dieser das Produkt zu einem Test nicht kostenlos zur Verfügung stellen würde.

Habe ich erst einmal das Produkt erhalten, stellt sich zum Abschluss die Frage, ob man das Produkt behalten kann/ darf. Je nach Wert des Produktes kann man dies im Anschluss behalten, bzw. muss es an den Auftraggeber zurücksenden. Bislang ist mir noch kein Fahrzeugtest untergekommen, bei welchem der Blogger nach seiner Berichterstattung das Fahrzeug behalten durfte.

Wer trägt die Versandkosten?

Muss man das Produkt nach erfolgreichem Test zurücksenden? Nicht alle Auftraggeber sind hinsichtlich der Versandkosten transparent. Insbesondere bei sperrigen Produkten, die mitunter sogar durch eine Spedition angeliefert werden, kann ein versicherter Versand zurück an den Auftraggeber schnell teuer werden. Also nicht vergessen in der Preiskalkulation zu berücksichtigen.

Bekomme ich einen kostenlosen Test-Account?

Insbesondere bei Sponsored-Posts zu Online-Portalen und Dienstleistungen ist es in der Branche üblich, dass einem ein kostenloser, vollwertiger Test-Account zur Verfügung gestellt wird. Sollte der Auftraggeber keinen kostenlosen Test-Account bereitstellen, muss man dennoch den Auftrag nicht ablehnen. Allerdings sollte man bei den Verhandlungen die  Kosten für die Nutzung des vollständigen Produktes, unter Berücksichtigung der Vertragsdauer und des zusätzlichen Aufwandes in die Rechnung mit einbeziehen.

Merkmale deines Blogs

Für Blog-Marketing solltest Du wissen, wer deine Besucher sind, also die Zielgruppe deines Blogs beschreiben können. Du solltest wichtige Kennzahlen zur Hand haben, um dem Auftraggeber gegenüber mit Seitenaufrufen, den Followern in den Sozialen-Netzwerken, als auch deren Interaktion mit deinen Stories & Posts bei Preisverhandlungen argumentieren zu können.

Blog-Reichweite bei Sponsored-Posts

Die Blog-Reichweite spielt bei der Preisverhandlung natürlich eine entscheidende Rolle. Je mehr Leser Du mit deinen Blog-Artikeln erreichst, desto höher der Preis, den Du für einen Sponsored-Post verlangen kannst. Kleiner Hinweis: Kooperationspartner sollte man nicht mit fingierten Besucherzahlen hinters Licht führen (wollen).

Thema/Nische bei Sponsored-Posts

Neben der Reichweite deines Blogs, ist das Thema durchaus ein Faktor, welches den Preis für den Sponsored-Post mit beeinflusst. Sollst Du über ein preiswertes, günstiges Nischenprodukt schreiben, ist der Kooperationspartner meist nicht sonderlich großzügig in der Bezahlung. Hier werden häufig Testprodukte zur kostenlosen Überlassung zugesendet. Bei teuren Produkten dagegen muss man diese nach erfolgreichem Test zwar meist wieder zurücksenden, bekommt allerdings für das Schreiben des Artikels weitaus mehr Geld.

Aufwand

Auch der Aufwand, der bei der Erstellung des Artikels entsteht, ist hier mit einzurechnen. Denn schließlich verdienst Du mit einem Sponsored-Post nur einmalig Geld und nicht lebenslang. Hier kannst Du auf Erfahrungen früherer Blog-Artikel zurückgreifen und hochrechnen, wie viel Aufwand Du für das Erstellen des Artikels, mit allem drum und dran benötigst. Machst Du Produktfotos und Produktvideos, die Du noch bearbeitest, so wendest Du hierfür Zeit auf.

Nicht unter Wert verkaufen

Wenn Du ein Sponsored-Post/ Advertorial auf deinem Blog einstellst, dann sollte dies mindestens 100 Euro wert sein. Dennoch erlebe ich häufig, dass sich Blogger unter Wert verkaufen und getreu dem Motto „Besser 30 Euro, als gar kein Geld.“ einfach alles annehmen, was sich bietet. Reich wird man damit sicherlich nicht. Hier findet man meist auch die Blogger, die einen Sponsored-Post keinerlei Kennzeichnung unterziehen und DoFollow-Links setzen.

Vorteile und Nachteile von Sponsored-Posts

Nachfolgend habe ich die Vorteile als auch Nachteile von Sponsored-Posts für Blogger aus meiner Erfahrung zusammengefasst.

Vorteile von Sponsored-Posts

  • Konditionen

    Bei einem Sponsored-Post handelst Du die Konditionen mit dem Kooperationspartner aus. Sind die Rahmenbedingungen geklärt und ist man sich auch hinsichtlich der Vergütung einig, kommt nach der Rechnungsstellung meist schnell das Geld.

Nachteile von Sponsored-Posts

  • Einmalzahlung

    Tatsächlich habe ich meine Sponsored-Post-Aktivitäten im Laufe der Jahre deutlich reduziert, denn ein Kooperationspartner bekommt hier für eine Einmalzahlung dauerhaft Werbung und Backlinks.

  • Glaubwürdigkeit

    Ein wesentlicher Nachteil von Sponsored-Posts ist, dass diese von Lesern oftmals angezweifelt werden. Denn wenn man Geld für das Schreiben eines Artikels bekommt, dann wirkt dies augenscheinlich wie eine Erpressung. Und ja, bei Sponsored-Posts herrscht Kennzeichnungspflicht. Und ja, ich kenne zahlreiche Blogs, welche mit Sponsored-Posts die schlechtesten Produkte mit sehr gut getestet haben.

  • Wahrheit

    Ich selbst teile potentiellen Kooperationspartnern zu Beginn immer mit, dass ich in einem Sponsored-Post Produkte nicht schönrede. Wenn das Ergebnis eines Tests ist, dass man dieses Produkt aufgrund kritischer Mängel keinesfalls kaufen sollte, dann würde sich auch mit dem „Sponsored“ nichts an diesem Umstand ändern. Sicherlich gibt es Kooperationspartner die für negative Äußerungen/Bewertungen nicht bereit sind Geld auszugeben. Doch habe ich den Artikel bereits geschrieben, veröffentliche ich diesen auch ohne dafür Geld zu erhalten – dann aber natürlich ohne Backlink!

  • Auftragslage bei Sponsored-Posts

    Die Auftragslage von Sponsored-Posts kann mal gut, mal weniger gut sein. Dies stellt man insbesondere bei saisonalen Produkten fest. Im Juni wird beispielsweise wenig über Wintersport geschrieben. Keinesfalls solltest Du hier dazu übergehen Sponsored-Posts zuzusichern, die Du zeitlich jedoch nicht einhalten kannst. Spiele stattdessen mit offenen Karten gegenüber deinen Kooperationspartnern und teile ihnen mit, dass Du deren Frist nicht wahrnehmen kannst. Zeige aber auch gleich zu wann Du die Veröffentlichung des Sponsored-Posts zusichern kannst.

Aufträge/ Anfragen für Advertorials/ Sponsored-Posts

Anfragen und Aufträge für Advertorials/ Sponsored-Posts können auf verschiedenste Weise erfolgen. Hier stelle ich diese kurz vor und was Du dabei beachten solltest.

Direktvermarktung

Blogs, die eine Nische bedienen, als auch Blogs, welche über eine höhere Bekanntheit verfügen, werden häufiger von Unternehmen hinsichtlich dem Schreiben von Advertorials/ Sponsored-Posts angeschrieben. Auch ich erhalte regelmäßig Anfragen per E-Mail. Doch nicht jede Anfrage ist seriös, wie die nachfolgende, anoymisierte E-Mail-Nachricht zeigt.

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Max Mustermann und ich arbeite als Freelancer mit mehreren großen Agenturen zusammen. Ich bin im Zuge meiner Recherchen auf Ihre Webseite aufmerksam geworden. Gern würde ich einen Artikel auf Ihrer Webseite veröffentlichen, welcher thematisch perfekt zu Ihrer Seite passt. In diesem Artikel soll ein Dofollowlink zu unserem Kunden enthalten sein sowie ein Bild.
Darüber hinaus soll der Artikel NICHT als Anzeige, Werbung, Advertorial etc. gekennzeichnet sein. Bieten Sie so etwas an? Darf ich fragen, was es für 12 Monate kosten soll?

Das Thema können wir zusammen besprechen und der Artikel kann, je nach Wunsch, entweder von Ihnen selbst verfasst werden oder wir liefern Ihnen den fertigen, redaktionell erstellten, Text. Sollten Sie noch weitere Domains betreuen, mit denen eine Zusammenarbeit wie beschrieben möglich ist, bieten Sie mir diese gern mit an.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und Ihre Rückmeldung.

Vielen Dank im Voraus,

Eine solche Art der Zusammenarbeit ist zu vermeiden, da Advertorials/ Sponsored-Posts der Kennzeichnungspflicht unterliegen (hierzu später mehr) und Links mit dem rel-Attribut „sponsored“ zu kennzeichnen sind.

Prinzipiell ist gegen eine Direktvermarktung nichts einzuwenden, sofern hier nicht mit unseriösen Mitteln gearbeitet wird.

Plattformen

Bei all den Plattformen, auf welchen man als Blogger mit Sponsored-Post Aufträgen Geld verdienen kann, findet man häufig nur Aufträge, die DoFollow-Links erwarten und dies ohne Kennzeichnungspflicht „Sponsored“. Tatsächlich hatte ich früher für nachfolgende Anbieter reichlich Sponsored-Post Artikel verfasst. Allerdings auch zu einer Zeit, in welcher die Kennzeichnungspflicht von Sponsored-Posts/ Advertorials noch nicht galt.

Soziale Netzwerke

Insbesondere in Facebook-Gruppen findet man häufig Angebote für Advertorials/ Sponsored-Posts, wie beispielsweise in der Facebook Gruppe Bloggerinnen & Blogger gesucht.

Berechnung eines Sponsored-Post

Für die Berechnung eines Sponsored-Posts möchte ich dir eines ans Herz legen: Verkauf dich nicht unter Wert. Ich selbst erhalte für meine Blogs regelmäßig Anfragen. Darunter auch Anfragen, die ich aufgrund ihres Inhaltes gar nicht erst beantworte. Keinesfalls solltest Du für unter 100 Euro dazu hinreißen lassen, einen Werbeartikel in deinem Blog zu veröffentlichen. Selbst wenn der Auftraggeber diesen Artikel bereits vorgefertigt dir zur Verfügung stellen würde, wäre das niedrigste Gebot 120 Euro. Auch solltest Du dich keinesfalls auf fragwürdige Deals einlassen, indem Du auf die Kennzeichnung verzichtest, bzw. den Link nicht als Sponsored-Link kennzeichnest. Denn im Falle einer Abmahnung musst Du weitaus tiefer in die Tasche greifen.

Um hinsichtlich der Berechnung für einen Sponsored-Post nicht Geld zu verschenken, habe ich einige Rechner entwickelt, die dir dabei helfen sollen, den richtigen Preis für einen Sponsored-Post herauszuholen.

Berechnung nach der zu erbringenden Leistung

Schreibst Du selbst den Sponsored-Blog-Artikel, kannst Du so deinen im Vorfeld geschätzten Aufwand für diesen Auftrag abrechnen. Hierzu ist es allerdings erforderlich, dass der Auftraggeber dir hierzu alle zur Auftragserfüllung relevanten Informationen bereitstellt.

Pauschale Berechnung nach Seitenaufrufen

Eine andere Form der Berechnung für einen Sponsored-Post kannst Du in Form von Seitenaufrufen durchführen. Hierfür musst Du natürlich die Anzahl deiner Seitenaufrufe im Monat kennen. Diese Variante kannst Du anwenden, wenn der Auftraggeber dir bereits Texte und Bilder zukommen lässt und Du diese lediglich kopieren musst.

Du wird sicherlich feststellen, dass nicht jeder Auftraggeber dein Preisangebot mit Kusshand akzeptieren und annehmen wird. Selbstverständlich werden diese versuchen den Preis zu drücken. Doch gerade in Content-Marketing wird viel Geld investiert. Denn hier kann man mit vergleichbar wenig Geld den maximalen Nutzen erzielen. Schließlich wählen Auftraggeber nicht irgendwelche Blogs aus, sondern Blogs, die tatsächlich die Nähe zur Zielgruppe haben, denen aber auch die Zielgruppe Vertrauen schenkt.

Und wenn es um das Vertrauen deiner Leser geht solltest Du ganz genau hinschauen. Denn eines möchtest Du sicherlich nicht,dass deine Leser das Vertrauen in deinen Blog verlieren.

Berechnung nach Wörtern

Hat man bislang noch keine Erfahrung mit dem veröffentlichen von bezahlten Blog-Artikeln gesammelt, fällt es mitunter nicht leicht seinem Auftraggeber einen angemessenen Preis zu unterbreiten. Hier kannst Du auf die Berechnung nach Wörtern zurückgreifen. Denn oftmals wird seitens der Auftraggeber eine gewisse Anzahl an Wörtern vorgegeben. Ist dem nicht so, gibst Du die Wortzahl vor.

Im Netz gibt es unterschiedliche Aussagen, was ein Wort kostet. Ich selbst würde hier eine Mindestlänge von 500 Wörtern vorgeben und diese mit 14 Cent/ Wort verrechnen. Darüber hinaus ist eine Pauschale zur Veröffentlichung fällig, welche mit 30 Euro veranschlagt wird. Kommen wir nach meiner Rechnung nämlich genau auf 100 Euro.

Folgende Staffelpreise für Wörter sollten dir helfen:

  • bis 499 Wörter – 70 Euro für Text, 30 Euro für die Veröffentlichung
  • ab 500 Wörter – 14 Cent je Wort, 30 Euro für die Veröffentlichung
  • ab 1.000 Wörter – 13 Cent je Wort, 25 Euro für die Veröffentlichung
  • ab 1.500 Wörter  – 12 Cent je Wort, 25 Euro für die Veröffentlichung

Nicht vergessen

Kennzeichnungspflicht - Die richtige Kennzeichnung von Advertorials und Sponsored-PostAls Blogger solltest Du dich immer auf der sicheren Seite bewegen. Hierzu zählt die Kennzeichnungspflicht, als auch das Setzen des richtigen Link-Attributs.

Kennzeichnungspflicht von Sponsored-Posts

Nicht jeder Blogger nimmt es mit der Kennzeichnungspflicht eines Sponsored-Post in seinem Blog genau. Dass die fehlende Kennzeichnung eines Sponsored-Posts in Form von „Anzeige„, oder „Werbung“ zu einer Abmahnung führen kann scheint vielen Blog-Betreibern nicht bewusst zu sein. Auch wenn der Auftraggeber dies ausdrücklich bei der Beauftragung wünscht, ist der Kennzeichnungspflicht nachzukommen. Denn im Falle einer Abmahnung wird nur der Blog-Betreiber abgemahnt und der Auftraggeber würde in einem solchen Fall nicht für die Kosten, die einem durch die Abmahnung entstehen, aufkommen.

Die Kennzeichnungspflicht als „Anzeige„, bzw. „Werbung“ gilt nicht nur bei Blogs, sondern auch bei Sozialen-Netzwerken wie Facebook, Twitter und Instagram.

Sowohl bei Sponsored-Posts in Blogs, als auch in sozialen Netzwerken gab es in der Vergangenheit Abmahnungen.

Begriffe wie Sponsored-Content, Sponsored-Post, Sponsored-Artikel, etc. bieten keinen wirksamen Schutz vor einer Abmahnung. Daher sind diese Begriffe zur Kennzeichnung zu vermeiden.

Link-Attribut setzen bei Sponsored-Post

Google selbst hat 2019 zur Kennzeichnung von Sponsored-Posts das Link-Attribut „Sponsored“ eingeführt, wie man auch in den Google-Richtlinien nachlesen kann. Ausgehende Links eines gesponserten Blog-Artikels sind demnach als rel=“sponsored“ und nicht mehr mit dem Attribut rel=“nofollow“ zu kennzeichnen. Da es sich hierbei um Google-Richtlinien handelt, kann ich nur jedem empfehlen diesen Richtlinien auch nachzukommen. Schließlich kann sich mit einem der nächsten Google-Updates bei Nichteinhaltung die Ranking-Verteilung negativ auf das aktuelle Ranking deines Blogs auswirken.

Fazit zu Sponsored-Posts

Viele Blogger sind der Auffassung mit einem Sponsored-Post gut Geld zu verdienen. Leider ist oftmals das Gegenteil der Fall. Denn stellt man die Ausgaben den Einnahmen gegenüber, bleibt unterm Strich nicht immer viel hängen. Lass Dich nicht vom Geld des Auftrages blenden, sondern wäge gut ab, ob und wie dieser Beitrag bei deinen Lesern ankommen wird. Bist Du von einem Produkt nicht überzeugt, dann solltest Du dies auch fundiert in deinem Artikel zum Ausdruck bringen, auch wenn der Auftraggeber dies nicht gerne sieht. Keinesfalls solltest Du dich dazu hinreißen lassen, solche Informationen deinen Lesern vorzuenthalten. Schließlicht würde hierdurch deine Glaubwürdigkeit in Frage gestellt werden.

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