Seit über 20 Jahren betreibe ich eigene Websites und seit über 13 Jahre setze ich auf WordPress und blogge. In all den Jahren habe ich tausende Blogs kommen und gehen sehen. Darunter waren durchaus auch Blogs, mit monatlichen Besucherzahlen von weit über 100.000 Besuchern.

Nun möchte ich dich mit diesem Beitrag „10 Gründe, warum dein Blog garantiert scheitern wird“ sicherlich nicht entmutigen, auch wenn der Titel möglicherweise eine andere Sprache spricht. Vielmehr möchte ich dir die Gründe aufzeigen, weshalb die meisten Blogs scheitern und nicht den Erfolg verzeichnen, den man sich selbst erhofft hat.

10 Gründe, warum Blogs scheitern

Das Scheitern von Blogs wird immer wieder heiß diskutiert. Ich selbst bin seit über 13 Jahren als Blogger unterwegs und habe über die Jahre viele Blogs scheitern sehen. Die Ursache des Scheiterns dieser Blogs habe ich in diesem Artikel zusammengefasst.

1Reichtum (Geld verdienen)

Wenn Du tatsächlich nur des Geldes wegen einen Blog ins Leben rufst, ist das die falsche Voraussetzung, um mit diesem Blog erfolgreich zu sein. Da träumt man bereits vom großen Geld mit dem eigenen Blog, sich endlich einmal finanziell etwas leisten zu können, ja vielleicht sogar sich mit dem bloggen komplett selbständig machen zu können. Manch einer schwebt bereits auf Wolke 7 und sieht sich in edlen Luxusvillen hausen, teuren Sportwagen durch die Stadt crusen, oder permanent durch die Welt reisen.

Ich möchte nicht abstreiten, dass Geld verdienen kein Ziel sein sollte, dass Du dir stecken solltest. Von Reichtum würde ich jedoch Abstand gewinnen. Denn Geld verdirbt nicht nur den Charakter, nein es trägt insbesondere zur Betriebsblindheit bei.

Steht das Thema Geld verdienen im Fokus deines Blogs, dann ist das eigentliche Thema, mit welchem Du mit deinem Blog Geld verdienen möchtest nebensächlich. So lange Du die Frage nach dem „Warum blogge ich?“ mit „Geld verdienen“ beantwortest, sind die Chancen nahezu ausssichtslos. Das wird nämlich auch dem Leser bewusst.

2Fehlende Strategie

Ohne einen Plan und ohne Strategie wird der eigene Blog scheitern. Wenn der einzige Grund mit dem bloggen zu starten ein „Ich wollt das schon immer mal probieren“ ist, dann ist das zu wenig, um es strukturiert mit einer Strategie zu schaffen. Gerade Anfänger neigen dazu, ohne Strategie mit dem Bloggen zu beginnen. Sehr häufig wirken diese Blogs wie ein Gemischtwarenladen, nur dass das Sortiment deutlich geringer ausfällt. So findet man in diesen Kraut & Rüben Blogs Beiträge mit Kochrezepten, zur letzten Bundestagswahl, ein Bericht aus dem letzten Urlaub, Social-Media Ratgeber, Berichte zum Thema Klimaschutz und natürlich noch eine Serie an Katzenbildern. Anstatt sich jedoch zu fokussieren, kommen immer weitere Themengebiete hinzu. Und zu jedem Themengebiet darf natürlich die dazugehörige Kategorie nicht fehlen. Zum Schluss verfügt der Blog über mindestens genau so viele Blog-Kategorien, wie es Blog-Beiträge gibt.

3Mangelnde Begeisterung

Begeisterung - Blog Scheitern - Leser mit Inhalten begeistern und verzaubern

Viele Blog-Neulinge gehen davon aus, dass das Geld und der Erfolg auf der Straße liegt und man es nur aufheben muss. In der Tat ist es auch so! Der Markt ist riesig und als Blogger kann man mit einem Blog durchaus 5-stellige Einkünfte im Monat erzielen. Da wären wir jedoch bei der falschen Motivation, die ich oben bereits erwähnte. Denn wenn Du mit einem Affiliate-Blog erfolgreich sein möchtest, musst Du auch für das Thema brennen, mit welchem Du Geld verdienen möchtest.

Hier erlebe ich jedoch immer wieder, dass Menschen nicht die geringste Ahnung von den Themen haben, mit welchen Sie Geld verdienen möchten. Wenn Du mit deinem Blog und deinen Beiträgen es nicht schaffst deine Leser zu begeistern, diese von den Produkten zu überzeugen, dann wirst Du damit auch nicht erfolgreich sein. Da kannst Du bei Google mit den besten Keywords auf Platz 1 ranken – wenn der Funke nicht überspringt und Du mit deinen Beiträgen nicht das Vertrauen des Lesers gewinnst, bleibt der Erfolg aus.

Schreibe nur über Themen, die dich selbst begeistern und für die Du selbst brennst. Denn diese Begeisterung springt auch auf deine Besucher über.

4Ausdauer vs. Erwartungshaltung

Ausdauer - Ehrgeiz - Gib niemals auf - Never give up

Ein weiterer, wesentlicher Faktor, warum Blogger scheitern ist die fehlende Ausdauer. Nur weil Du heute mit deinem eigenen Blog online gegangen bist und deinen ersten Blog-Beitrag publiziert hast, rennt dir die Netzgemeinde nicht die Hütte ein. Da bringt es auch nichts, wenn Du Google-Analytics mehrfach am Tag aufrufst.

Wenn Du gleich zu Beginn mit zu hohen Erwartungen an die Sache herangehst, dir keine smarten Ziele setzt, werden die Intervalle, in welchen Du neue Blog-Beiträge veröffentlichst immer größer, bis irgendwann Stillstand herrscht.

5SMARTe Ziele

Ja, es gibt Blogs, die möglicherweise in dir eine Erwartungshaltung und Ziele wecken, weil deren Blog-Artikel mit Headlines wie:

  • Geheimtipp – So bekommst Du 10.000 Besucher am Tag
  • Wie ich mit meinem Blog in nur 6 Monaten 5-stellige Einnahmen verzeichnet habe
  • Die Geheimtipps der Erfolgsblogger – So wird dein Blog erfolgreich
  • 25 todsichere Tipps für mehr Besucher auf deinem Blog
  • Fünfstellige Besucherzahlen im Monat – So funktionierts

dir den schnellen Erfolg suggerieren. Dass solche Besucherzahlen möglich sind, streite ich gar nicht ab. Denn auch ich hatte Blogs, die zeitweise bis zu 30.000 Besucher am Tag erlangten.

Solche Blog-Artikel wecken einerseits das Interesse und die Neugier von Blog-Anfängern und tragen zu einer hohen Erwartungshaltung bei. Dementsprechend werden durch die hohen Erwartungshaltung auch hohe Ziele gesetzt.

Doch hier fehlt es am richtigen Umgang mit den Zielen. Ziele müssen immer S.M.A.R.T. (spezifisch, messbar, aktionsorientiert, realistisch, terminiert) sein. Wenn Du also das Ziel verfolgst täglich 10.000 Besucher über Google auf deinen Blog zu bringen, dann muss das Ziel ein definiertes Datum beinhalten, zu wann Du diese Marke erreichen möchtest, gleichzeitig aber realistisch sein. Und da Du als Anfänger noch keinerlei Erfahrungswerte hast und demnach jeder Termin bei einer Kennzahl von 10.000 Besuchern eher unrealistisch, statt realistisch ist, kann ich nur dazu raten zunächst kleine, machbare Ziele zu setzen. Bedenke immer: Ziele, die Du nicht zum Zieltermin erreichst, wirken sich negativ auf die Motivation aus.

6langweilige Inhalte

Langweilige Blog-Artikel - Wenn Inhalte eines Blog-Artikels keinen Mehrwert darstellen

Bleiben wir doch mal auf dem Boden der Tatsachen – betrachtet man zu einem spezifischen Thema die Blog-Beiträge unterschiedlicher Blogs, kratzen die Meisten doch nur an der Oberfläche und heben sich dadurch nicht von anderen Blogs ab. Zugegebenermaßen musste ich dies auch bei meinen eigenen Blogs feststellen. Seitdem produziere auch nicht mehr in Massen.

Interessante, einmalige Blog-Artikel werden nicht an einem Tag geschrieben. Umfangreiche Recherchen, entsprechende Vorarbeiten und die eigentliche Ausarbeitung können einige Tage, manchmal auch Wochen in Anspruch nehmen. Dafür wird dem Leser ein Beitrag geboten, den es in diesem Ausmaß kein zweites Mal gibt.

7Mitläufer statt Pionier

Ja, es immer einfacher sich von anderen Bloggern und anderen Blogs leiten zu lassen, anstatt selbst zu forschen und zu recherchieren. Und genau das zeichnet auch viele Blogger aus. Sie greifen die Content-Strategien anderer Blogger auf, da man dadurch viel Zeit spart. Doch was hat man am Ende davon? Ein Meer von Blogs, die mit den gleichen Tipps, den gleichen Ideen und Anregungen dem Leser keine neuen Impulse mitgeben. Somit entwickelt man sich als Blogger zum Mitläufer, statt zum Pionier. Ein Pionier wärst Du, wenn Du diese Komfortzone und den Mainstream verlässt.

8Masse statt Klasse

Du kennst sicherlich die Redenswendung „Klasse statt Masse“. Doch anstatt dieser Redenswendung zu folgen und Beiträge von hoher Qualität zu schaffen, begehen die meisten Blogger den Fehler und produzieren in Massen. Also lieber mehr Beiträge, anstatt qualitätativ hochwertige Beiträge. Kann man tun, ist aber Kacke!

Produzierst Du Blog-Artikel, deren Länge sich eher auf ein Minimum beschränkt, wirkt sich das auf die Verweildauer des Besuchers auf deiner Seite aus. Und das kann weitreichende Folgen haben. Stell dir vor Du klickst bei Google auf ein Suchergebnis. Der Artikel selbst beinhaltet lediglich bis zu 500 Wörtern. Wie schnell hast Du den Artikel gelesen? Im Schnitt schaffen wir zwischen 250 und 300 Wörtern je Minute zu lesen. Bedeutet, dass Du den Artikel in unter 2 Minuten gelesen hast. Bei 300 Wörtern sogar in einer Minute.

Was geschieht hier in der Regel? Bei einer Lesedauer von 1 bis 2 Minuten kann ich nun wahrlich nicht erwarten, dass der Leser hier tatsächlichen Mehrwert erfahren durfte. Wie reagiert der Leser? Er klickt ein anderes Suchergebnis an, in der Hoffnung hier weitaus mehr Informationen zu erhalten. Wie interpretiert Google das Verhalten des Lesers? Natürlich eher abwertend. Insbesondere wenn die Masse an Nutzern bei Google ein weiteres Suchergebnis binnen kürzester Zeit klicken.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Du nun deine Beiträge unnötig in die Länge ziehen sollst. Integriere Beispiele, sowie Zahlen, Daten und Fakten (ZDF), um deine Sichtweise dem Leser transparent zu machen. Vermeide jedoch zu viele Füllwörter, um einzelne Absätze, als auch ganze Beiträge unnötig in die Länge zu ziehen. Denn auch Beiträge mit 300 Wörtern können, wenn Du die Informationen auf den Punkt bringst, den Leser zufriedenstellen.

9Zielgruppenanalyse

Zielgruppe - erfolgreicher Blog - Wer ist meine Zielgruppe

Wenn Du hier das erste Mal den Begriff der Zielgruppenanalyse wahrnimmst, dann hast Du möglicherweise bereits bei den Basics versagt. Als Blogger solltest Du eines wissen, wer deine Zielgruppe ist. Dazu gehört auch, was deine Zielgruppe ausmacht?

Sehr oft glaubt man die Zielgruppe zu kennen, liegt aber dann dennoch daneben. Ein Beispiel zur Veranschaulichung.

Du gehst davon aus, dass Du mit deinem Blog und deinen Inhalten die Zielgruppe 50+/ 60+ ansprichst, die etwas reifere Generation, auch Silversurfer genannt. Deine Ansprache hast Du möglicherweise direkt auf diese Zielgruppe ausgerichtet, doch nichts geschieht. Hättest Du deine Hausaufgaben richtig gemacht, hättest Du neben den Silversurfern, Senioren und Rentnern auch noch weitere, nicht ganz unwesentliche Zielgruppen identifiziert. Nämlich Pflegekräfte, als auch Familienangehörige, nämlich deren Kinder.

10Kein totes Pferd reiten

Ein Sprichwort der Dakota-Indianer lautet „Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!“. Es ist keine Schande mit einem Blog zu scheitern. Entscheidend ist, dass man das Scheitern als solches auch begreift, erkennt und seine Konsequenzen zieht. Hattest Du große Pläne mit deinem Blog, doch initial den starken Wettbewerb außer acht gelassen, dann kannst Du entweder weiter um jeden einzelnen Besucher kämpfen, oder dir eine weniger umkämpfte Nische suchen, die dich thematisch ebenso begeistert und deren Wettbewerb weitaus schwächer ist.

Ich hoffe, dass ich mit diesem Artikel dir einige Informationen auf den Weg geben konnte, um dich und deinen Blog vor dem Scheitern zu bewahren.

Als Sidepreneur beschäftige ich mich seit vielen Jahren ausgiebig mit WordPress, dem Aufbau von Nischen-Affiliate-Seiten, als auch sozialen Netzwerken. Im Sidepreneur-Blog lasse ich euch an meinen Erfahrungen teilhaben.

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