Ich arbeite seit 20 Jahren in der IT. Während meiner Zeit als Freelancer hatte ich vermehrt die Möglichkeit der Home-Office Arbeit in Anspruch genommen, um lange Anreisezeiten zu vermeiden. Unternehmen bieten immer häufiger ihren Mitarbeitern die Arbeit per Remote aus dem Home-Office heraus. Auch mein Arbeitgeber bietet mir in gewissen Situationen die Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten.

Doch gerade aktuell ist es durch die Verbreitung des Coronaviruses wichtiger denn je, dass wir, die wir die Möglichkeit haben von zu Hause aus arbeiten zu können, diese auch nutzen, um die Geschwindigkeit mit welcher sich das Coronavirus verbreitet einzudämmen.

Wenn Du nun ebenfalls im Home-Office arbeiten sollst, vielleicht Kinder hast, die es zeitgleich noch zu betreuen gilt, dann möchte ich dir hier einige Ideen und Impulse mit auf den Weg geben, mit welchen Du im Home-Office mit und ohne Kinder produktiv sein kannst.

Home-Office – So funktioniert es

Du hast bistlang noch keine Erfahrungen mit Home-Office gesammelt und bist durch das Coronavirus dazu aufgefordert von Zuhause aus dem Home-Office zu arbeiten. Meine langjährigen Erfahrungen aus dem Home-Office habe ich hier für dich zusammengetragen.

  1. Wecker stellen

    Nur weil Du dich im Home-Office befindest bedeutet es noch lange nicht, dass Du deshalb nun ausschlafen kannst. Im Gegenteil. Insbesondere wenn Du Kinder hast, solltest Du zeitig aufstehen. Denn so lange die Kinder noch schlafen, hast Du die Möglichkeit ungestört deiner Arbeit nachzukommen.

  2. Körperpflege

    Auch im Home-Office solltest Du dich nicht gehen lassen und idealerweise gleich nach dem Aufstehen duschen gehen. So bist Du gleich munter und kannst dich bereits nach der Körperpflege mit der ersten Tasse in dein Home-Office begeben.

  3. Kleidung

    Sicherlich ist es sehr verlockend zu Hause im Schlabberlook mit Jogginghose und T-Shirt zu arbeiten. Dennoch würde ich davon abraten. Denn einerseits hat man tagsüber doch die ein oder andere Video-Konferenz, bei welcher Kollegen als auch Kunden und Dienstleister einen zu Gesicht bekommen. Andererseits ändert die Kleidung durchaus auch die Einstellung zur Arbeit.

  4. Arbeitsplatz im Home-Office

    Aus dem Bett heraus zu arbeiten ist nicht gerade vorteilhaft. Auch das Sofa ist meines Erachtens eher ungeeignet. Natürlich schreibe ich das nicht, weil andere es schreiben, sondern weil ich dies durchaus auch einmal probiert habe. Tatsächlich bin ich produktiver, wenn ich mich nicht ausschließlich mit der doch etwas kleinen Notebook-Bildschirmdiagonale begnüge, sondern das Notebook mit einem Monitor verbinde. Wenn Du Räumlich über ein reines Arbeitszimmer verfügst, nimm dies in Anspruch.

  5. Soziale Kontakte pflegen

    Eine Situation, die vielen gerade jetzt während ihrer Home-Office Tätigkeit in der Coronakrise fehlt, ist der soziale Kontakt zu den Kollegen. Während man auf der Arbeit mit Kollegen gemeinsam die Mittagspause verbringt, als auch gemeinsam zum Rauchen trifft, bricht dieser Kontakt nun scheinbar ab.
    Wir haben als Team mit täglich 2 virtuellen Terminen per Skype eine Alternative gefunden. Diese Termine nutzen wir, um über die aktuelle Situation zu sprechen und für den privaten Austausch. Darüber hinaus gibt es inzwischen zahlreiche Veranstaltungen im Internet, über welche Kollegen sich gegenseitig per Video-Konferenz (Skype, Jitsi, Google-Hangout, oder Zoom) zuprosten und so etwas Biergarten-Atmosphäre in die heimischen vier Wände bringen.

  6. Stelle einen Timer für Pausen

    Gerade wer ohne Kinder sich im Home-Office befindet neigt häufig zum Durcharbeiten. Doch auch im Home-Office solltest Du regelmäßig Pausen machen und diese auch einhalten. Nutze beispielsweise die Timer-Funktion deines Smartphones, um regelmäßig Pausen zu machen. Als Gamer kannst Du, sofern Du das Stream Deck von Elgato besitzt, eine der Tasten mit der Timer-Funktion belegen. Ansonsten funktioniert sowas auch mit dem Smartphone.

  7. Pausen mit Kindern

    Natürlich ist die Situation mit Home-Office und Kindern spannend und herausfordernd. Doch auch diese Situation lässt sich meistern, wenn man im Vorfeld mit seinem Chef die Rahmenbedingungen klärt.

    Ich für meinen Teil habe mit meiner Führungskraft gesprochen, um hier flexibel zu sein. Das bedeutet jedoch nicht, dass ich weniger arbeite. Stattdesse fange ich an zu arbeiten, während meine Kinder noch schlafen. Bis diese aufstehen, habe ich bereits 3, wenn nicht gar 4 Stunden gearbeitet. Nun wird gemeinsam gefrühstückt und Aufgaben werden besprochen, sowohl für die Schule, als auch für den Haushalt.

    Danach geht es erneut an die Arbeit, inklusive kleineren Pausen zwischen durch, um nach den Kindern zu sehen. Du kannst jedoch auch längere Pausen einlegen, sofern dies mit deinem Arbeitgeber abgestimmt ist und es keine Meetings gibt, an welchen Du virtuell teilnehmen musst. Auch ich habe das schon getan, um zwischendurch mit den Kids ein Brettspiel zu spielen, oder auch auf der Spielekonsole etwas zu zocken. Das bedeutet aber auch, dass diese Zeit nicht als Arbeitszeit verbucht werden kann. Und so kann es schon mal geschehen, dass man nur mit Frühschicht und Spätschicht Freiräume schaffen kann, um den Tag seinen Kindern über nah sein zu können.

  8. Feierabend

    Eines stelle ich bei mir immer wieder fest – mit Feierabend im Home-Office tue ich mir auch heute immer noch schwer. So wird zur späten Stunde doch noch einmal das Notebook aufgeklappt, um Mails zu checken, aber auch um an einem Konzept zu feilen, oder die einem als Entwickler zugewiesenen Jira-Tickets zu bearbeiten. In Krisensituationen, wie wir sie gerade mit dem Coronavirus Covid-19 erleben, ist an einer Mehrarbeit sicherlich nichts auszusetzen. Insbesondere dann nicht, wenn Andere von der eigenen Arbeit profitieren. Dennoch solltest Du hier deinen Anspruch auf Erholung einhalten.

Meine Home-Office Erfahrung

Das Arbeiten im Home-Office muss klaren Regeln folgen. Damit meine ich nicht nur Regelungen seitens des Arbeitgebers, sondern vielmehr der Selbstdisziplin. Denn wer der Auffassung ist vom Sofa aus zu arbeiten, neigt beispielsweise meist dazu den Fernseher einzuschalten, bzw. zwischendurch den Griff zum Controller der Spielekonsole. Ist mir früher selbst auch unterlaufen, weshalb ich mir das auch wieder schnell abgewöhnt habe.

Durch das Coronavirus arbeite ich derzeit ausschließlich von zu Hause. Zwar zähle ich nicht zur Risikogruppe. Doch versuche ich, aber auch nahezu alle meiner Kollegen, durch die Home-Office Tätigkeit die Verbreitung des Coronavirus etwas abzuschwächen.

Ja, es ist eine Herausforderung. Insbesondere wenn man gerne Menschen um sich hat, sich mit ihnen austauscht und auch den persönlichen Kontakt zu schätzen weiß. Und ja, auch mir fällt zwischendurch die Decke auf den Kopf, weil mir dies derzeit am meisten fehlt. Das bedeutet jedoch nicht, dass ich nicht weiterhin gerne im Home-Office arbeiten würde. Es ist nur das komplette Social-Distancing, keine Freunde, keine Verwandten, einfach niemanden besuchen, oder einladen zu können, oder sich nach Feierabend mit Kollegen in einer Kneipe, bzw. auch einem Biergarten zu treffen, was eine zusätzliche Belastung für mich, aber auch für viele andere Menschen darstellt.

Deine Home-Office Erfahrungen

Ich hoffe, dass ich dir mit diesen Punkten einige Ideen und Impulse mitgeben konnte, um dir die Arbeit im Home-Office zu vereinfachen. Hast Du möglicherweise weitere Tipps und Anregungen, lass es mich, aber vor allem die Leser wissen, indem Du einen Kommentar hinterlässt. Wie gestaltest Du deinen Arbeitstag im Home-Office.

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