Möchtest Du Besucher gewinnen, als auch sicherstellen, dass neu gewonnene Besucher nicht zu schnell abspringen, ist die Website-Optimierung eine wichtige Stellschraube. Welche Eigenschaften Du bei der Optimierung deiner Internetseite betrachten solltest, erkläre ich in diesem Artikel.

Strategie der Website-Optimierung

Der Optimierung einer Website, des Onlineshops, oder Blogs sollte immer eine Strategie als Basis dienen. Denn einfach nur auf gut Glück zu optimieren kann sich schnell in die falsche Richtung entwickeln. Hierbei solltest Du dich stets fragen, welche Form der Optimierung direkte Auswirkungen auf das Besucherverhalten deiner Internetseite hat.

1Strukturiertes Vorgehen

Umfangreiche und komplexe Maßnahmen der Homepage-Optimierung sollte man stets strukturiert mit einem Plan angehen. Identifiziere zunächst alle Maßnahmen der Optimierung, die Du auf deiner Homepage angehen möchtest.

Hierzu reicht eine einfache Liste, auf welcher Du alle Punkte zunächst einmal lose erfasst. Im nächsten Schritt werden die Themen geclustert, d. h. mit einem übergeordneten Element (Oberbegriff) versehen. Dies lässt sich hervorragend mit einem Mind-Mapping-Tool wie XMind lösen. Und schon hast Du einen Überblick über die einzelnen Themenfelder deiner Website-Optimierung.

2KISS

Das KISS-Prinzip ist eine gerne angewandte Methode bei der Website-Optimierung. Es gibt  verschiedenste Varianten von KISS. Ein fester Bestandteil ist jedoch KIS – Keep It Simple.

  • Keep It Short and Simple
    Gestalte es Kurz, knackig und einfach
  • Keep It Simple and Stupid
    Gestalte es so, dass es für Jedermann (auch für Dumme), verständlich, nachvollziehbar und einfach ist.
  • Keep It Simple and Smart
    Mach es einfach und schlau
  • Keep It Simple and Straightforward
    Gestalte es einfach und überschaubar
  • Keep It Simply Stupid
    Gestalte es einfach idiotensicher

Die Anwendung des KISS-Prinzips soll dir dabei helfen, komplexe Vorgänge auf deiner Website für den Besucher/ Leser so einfach wie möglich zu gestalten.

3Low Hanging Fruits

Planst Du die Optimierung deiner Website, ist es hilfreich zunächst einmal alle Maßnahmen  zu identifizieren, welche Du im Rahmen der Website-Optimierung angehen möchtest. Hast Du alle Punkte identifiziert, versuche einzuschätzen, welchen Aufwand zur Umsetzung der einzelnen Maßnahmen auf dich zukommt und wie hoch Du die Auswirkungen dieser Maßnahme zu schätzen gedenkst. Den Aufwand und den Impact kannst Du in der Mindmap hinter die einzelnen Maßnahmen verästelt schreiben (Bsp: Aufwand: gering; Impact: hoch). Nun weißt Du einerseits wie es um den Gesamtaufwand bestellt, siehst aber darüber hinaus, wie sich die einzelnen Maßnahmen auswirken. Idealerweise gehst Du bei der Website-Optimierung zunächst die Low-Hanging-Fruits an, da es sich hierbei um Maßnahmen handelt, die mit geringem Aufand eine hohe Wirkung erzielen.

Usability / Look & Feel

Die Oberfläche einer Website, ob nun in Form des Designs, oder aber die Bedienung durch den Besucher, ist einer der bedeutendsten Hebel der Webdesign-Optimierung. Angefangen von der Optimierung der Seitennavigation, über das Ausschöpfen der Potentiale von Suchfunktionen und Suchfiltern, bis hin zur Verschlankung der Bestellstrecke kann man den Besucher/ Kunden glücklich stimmen. Oftmals bekommt man auf direktem, als auch indirektem Wege bereits die Potentiale durch seine Besucher aufgezeigt, indem diese sich über zu lange Bestellstrecken, oder eine unübersichtliche Seitennavigation beschweren.

4Suchfunktion

Gerade im eCommerce, ist die Suchfunktion ein elementar wichtiges Instrument. Doch viele Onlineshops schenken weder der Suchmaske, der Suchtechnologie, als auch den Suchfiltern die Aufmerksamkeit, die sie verdienen sollte. Ich möchte dies anhand von 2 Such-Beispielen verdeutlichen:

Suche ich in einem Onlineshop nach „Herren-Mantel“, bekomme ich Suchergebnisse angezeigt, anstatt dass mich der Shop einfach nur in die jeweilige Produkt-Kategorie leitet, in welcher ich zudem gleich die der Suchkategorie zugeordneten Produktfilter in Anspruch nehmen könnte.

Auch bei der Sortierung der Suchergebnisse werden mitunter gravierende Fehler begangen. So gibt es durchaus Shops, die voreingestellt Produkte mit der höchsten Kundenbewertung anzeigen. Nachteil hierbei ist: Neue Produkte im Sortiment haben es schwer sich gegen diese, mitunter Ladenhüter, zu behaupten.

Bei einem Blog dagegen steht für die Suchfunktion nicht im Vordergrund. Dennoch sollte diese ohne große Suche und idealerweise immer an der gleichen Stelle verfügbar sein.

5Navigation

Die Navigation ist eines der Kernelemente einer jeden Website und eines der am häufigsten optimierten Elemente überhaupt. Kein Wunder, denn schließlich möchte man den Besucher mit möglichst wenig Klicks ans Ziel bringen. Die Navigation dient nicht nur dem Besucher als zentrales Steuerelement, um sich durch die Seite zu bewegen. Sie nimmt auch Einfluss auf das Ranking in Suchmaschinen. Mach dir daher Gedanken über den Aufbau deiner Navigation. Ich selbst nutze hierzu ein Mindmapping-Tool, um die Navigationselemente zu strukturieren. Im Anschluss kommt es natürlich auch auf das Theme an, auf welches ich setze. Verfügt das Theme über ein Header und ein Footer-Menü, oder noch über ein weiteres Top-Menü, dann muss man strategisch entscheiden. Üblicherweise packt man Informationen, wie das Impressum, AGB, als auch Informationen zum Datenschutz in das Footer-Menü, während man Kategorien, als auch andere Seiten-Elemente in das Header-Menü packt.

6White-Space

Weiße, ungenutzte Fläche wird meist als Einladung verstanden. Anstatt die Fläche ungenutzt und leer zu lassen, wird diese künstlichen Elementen gefüllt. Dabei ist weniger oftmals mehr. Durch White-Space bleiben freie Flächen frei und tragen zur Entspannung des Lesers bei. Darüber hinaus zeigt, dass freie Flächen gleichzeitig auch das Vertrauen in die Website erhöhen.

7Call-To-Action

Zielgerichtete Benutzerführung erlangst Du durch den richtigen Einsatz von Call-To-Action-Elementen. Du möchtest deinen Besucher zielgerichtet steuern, diesen zum handeln motivieren, ja gar auffordern, dann sind Call-To-Action-Elemente notwendig. Ohne diese Elemente würden Besucher oftmals unkontrolliert durch die Seiten irren.

Call-To-Action Elemente heben sich optisch gegenüber den klassischen Elementen der Website deutlich ab. Während das Design der Website eher zurückhaltend und schlicht ist, schreit der dieses Element regelrecht „Hallo, hier gehts lang!“.

Und wenn Du glaubst, dass Du noch keinen Call-to-Action Element gesehen hast, dann muss ich dich leider enttäuschen. Denn sicherlich hast Du schon einmal in einem Onlineshop gekauft, den ein oder anderen Newsletter abonniert, ja sogar Apps installiert, oder Software heruntergeladen. Und überall war dieses Call-To-Action-Element vertreten.

Call-To-Action-Elemente transportieren eine eindeutige Handlungsanweisung. Hier einige Beispiele von Handlungsanweisungen, welche den Besucher erreichen:

  • in den Einkaufswagen
  • jetzt bestellen
  • jetzt abonnieren
  • jetzt kostenlos registrieren
  • jetzt teilnehmen

Und genau hier gilt es in Erfahrung zu bringen, ob dein Call-To-Action noch Potentiale aufweist, indem Du diesen einem A/B-Test / Multivariaten-Testing unterziehst. So kannst Du 2, oder mehrere Varianten gleichzeitig gegeneinander antreten lassen und die Ergebnisse unmittelbar feststellen.

8Call-To-Action Farbe

Neben der Handlungsanweisung spielen jedoch noch weitere Faktoren eine maßgebliche Rolle, die den CTA motivieren. Eine wesentliche Eigenschaft ist die Farbe. Wenngleich wir intuitiv zur Farbe grün greifen (auch ich), können andere Farben, wie rot, orange, gelb, ja sogar blau weitaus besser performen. Diese Erfahrung habe ich bei Tests auf meinen Affiliate-Blogs sammeln können. Richte die Farbe des CTA an deiner Zielgruppe aus. Frauen favorisieren andere Farben als Männer.

Nutze A/B Tests, um die richtige Farbe zu ermitteln. Hast Du nicht die Möglichkeiten hierfür, wechsle die Button-Farbe nach einer Woche und messe den Erfolg erneut.

Content-Optimierung

Die Content-Optimierung ist ein weiterer Bestandteil der Website-Optimierung. Möchtest Du mit deinem deine Besucherzahlen steigern, als Unternehmer deine Produkte als auch Dienstleistungen erfolgreich mit deiner Internetseite vermarkten, spielt die Content-Optimierung eine maßgebliche Rolle.

9Blog-Artikel optimieren

Viele Blogger neigen dazu, Themen immer wieder mit neuen Blog-Artikeln erneut aufzugreifen, anstatt bereits bestehende Artikel zu optimieren. Und wenn ich als Leser in einem Blog mehrere Artikel finde, die sich inhaltlich ähneln und wiederholen, sehe ich darin keinen Mehrwert. Als Blogger solltest Du hier nicht den Aufwand in einen neuen Artikel investieren, sondern stattdessen bereits bestehende Artikel weiter ausarbeiten.

(* = Affiliate-Link / Bildquelle: Amazon-Partnerprogramm)
×
Produktpreise und -verfügbarkeit sind zum angegebenen Datum / Uhrzeit korrekt und können sich ändern. Alle Preis- und Verfügbarkeitsinformationen auf https://www.amazon.de/ zum Zeitpunkt des Kaufs gelten für den Kauf dieses Produkts.

10Keyword-Optimierung

Bei all der Optimierung sollte auch die Keyword-Optimierung nicht zu kurz kommen. Doch  sollte man es nicht zu gut mit der Optimierung meinen. Denn als Leser möchte man schließlich nicht in jedem zweiten Satz die gleichen Begriffe vorfinden. Und auch Google wertet dies nicht gerade positiv. Variiere daher mit den Schlüsselworten, indem Du auf Synonyme setzt. Keyword-Ideen kannst Du über den Keyword-Planner aus Google-Adwords ziehen. Auf der Suche nach den richtigen Longtail-Keywords, kannst Du das kostenlose Longtail-Keyword-Tool von Nerdly nutzen.

Ich selbst greife beim meinen Projekten auf die Sistrix-Toolbox zurück. Ja, das kostet monatlich richtig viel Geld, doch dafür sieht man, ob die Keyword-Optimierung Früchte trägt.

11Fotos & Bilder

Sicherlich hast Du den Spruch „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ schon häufiger gehört und möglicherweise auch in anderen Beiträgen im Sidepreneur-Blog gelesen. Ich selbst nutze in all meinen Beiträgen nicht nur ein Titelbild, sondern weitere Fotos und Grafiken, um den Inhalt etwas aufzulockern und dem Leser mit einem dazu passenden Bild, für einen Moment eine kleine Lesepause zu gönnen. Gleichzeitig ermöglicht diese, wenn auch kurze Pause, das bisher Gelesene gedanklich zu reflektieren und zu vielleicht auf das eigene Szenario zu adaptieren.

Es gibt viele Stockphoto-Portale, bei welchen Du kostenlose Stockfotos zur kommerziellen Nutzung findest.

Performance-Optimierung

Nicht jede Optimierungsmaßnahme an der Website muss visueller Natur sein, wie die Performance-Optimierung. Website-Besucher sind mitunter sehr ungeduldig. Dauert es zu lange bis die Inhalte geladen und angezeigt werden, bricht der Nutzer den Vorgang ab, indem er das Browsertab einfach schließt.

12Ladezeiten messen

Sicherlich kannst Du mit den entsprechenden Entwickler-Tools des Browsers, ob nun Firefox, Google, oder Edge, deine Ladezeiten prüfen, messen und auswerten. Dennoch würde ich dir stattdessen Webservices empfehlen, die dir aufzeigen, an welchen Stellen Potential zur Optimierung der Ladezeiten besteht. Nutze Google PageSpeed Insight, oder Pingdom. Diese zeigen nicht nur die Ladezeiten, sondern geben wertvolle Informationen über mögliche Potentiale zur Optimierung.

13Bildoptimierung

Was bringt es Dir, wenn deine Website nun deutlich ansprechender wirkt, weil Du beispielsweise mehr Bildmaterial verwendest, oder Videos integriert hast, auf der anderen Seite sich die Ladezeiten verdoppelt haben? Ich selbst komprimiere meine Fotos und Grafiken zunächst in Photoshop, bevor ich diese nochmal durch den Komprimierungsdienst TinyPng.com schicke. Auch für WordPress gibt es Plugins zur Bildoptimierung, die Du hierzu in Anspruch nehmen kannst.

Fazit

Prinzipiell ist eine Website-Optimierung nie abgeschlossen, denn einerseits ändern sich Technologien, andererseits die Bedürfnisse und Anforderungen des Besuchers. Da kann man sich nicht auf seinen Erfolgen ausruhen, sondern muss gleich weitere Maßnahmen zur Optimierung identifizieren.

Vielleicht konnte ich dir mit diesem Artikel einige Impulse für die Optimierung deiner Website liefern.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

*