Ein Grund, warum Blogs scheitern, ist das fehlende Zeitmanagement / Selbstmanagement. Während man sich in der Anfangsphase voll reinkniet, viel Zeit investiert, um seinen Blog mit interessanten Beiträgen und persönlichen Einblicken zu schmücken, ist irgendwann die Luft raus. Dabei mangelt es nicht immer an Ideen, sondern am fehlenden Zeit- & Selbstmanagement.

Auch ich musste einmal erkennen, dass sich bei so manch einem Blog von mir eine dicke Staubschicht angesammelt hatte. Irgendwie hatte ich immer andere Sachen zu erledigen. Zumindest hatte ich es mir eingeredet. Doch in Wahrheit hatte ich zu diesem Zeitpunkt einfach kein vernünftiges Zeitmanagement und mich selbst schlicht nicht organisiert.

Das Erkennen einer solchen Situation ist schon einmal ein Schritt in die richtige Richtung. Und so hatte ich seinerzeit damit begonnen, mich neu zu organisieren. Dabei habe ich sicherlich auch auf das ein oder andere Tool/ Plugin gesetzt, doch im Wesentlichen Methoden aus dem Zeitmanagement & Selbstmanagement angewandt, um wieder in Spur zu gelangen und Fahrt aufzunehmen.

Zeit- & Selbstmanagement Tipps für Blogger

Steckst auch Du gerade in dieser Situation, dass Du einerseits gerne möchtest, dir aber zugestehen musst, dass Du es irgendwie nicht auf die Kette bekommst? Dann möchte ich dich in diesem Artikel daran teilhaben lassen, wie ich als Blogger mit dem richtigen Zeitmanagement zurückgefunden habe.

Die Leidenschaft

Leidenschaft - Passion Led us hereEgal um welches angestaubte Blog-Projekt es sich handelte, ich habe mir zunächst die Frage gestellt, ob meine Leidenschaft zu diesem Thema nach wie vor besteht, oder nicht.

Während ich im Altern von 20 bis 30 Jahren noch deutlich mehr am PC und der Konsole gezockt habe, gehe ich heute mit System-, Spiegelreflexkamera und Drohne raus in die Natur.

Was ich Dir damit sagen möchte ist, dass möglicherweise die Leidenschaft zu diesem Thema verloren gegangen ist und man eine Leidenschaft nicht einfach per Knopfdruck erneut zu Leben erwecken kann.

Das gilt übrigens auch für das Bloggen selbst. In der Tat verlieren viele Blogger die Leidenschaft zum bloggen. Und wenn die Leidenschaft zum bloggen nicht mehr vorhanden ist, wirst Du mit einem Zeitmanagement diese Leidenschaft auch nicht mehr entfachen.

Brennst Du nach wie vor mit der Leidenschaft für deine Themen und ist auch die Leidenschaft zu bloggen gegeben, dann ist der wesentliche Grundstein, nämlich weiterzumachen, gelegt.

Blogzeiten reservieren

Es mag sich banal anhören, zeigte bei mir allerdings große Wirkung: Das reservieren von festen Blogzeiten. Ich selbst habe zunächst den Samstag Nachmittag gewählt, musste aber schnell erkennen, dass mir dieser eine Nachmittag auf einmal nicht mehr reichte. So hatte ich mir den Mittwoch Abend zum bloggen reserviert. Zur Einhaltung dieser Blogzeiten habe ich mir diese Zeiten als Termin in meinem Google-Kalender, inklusive Erinnerung gespeichert. So werde ich sowohl über mein Smartphone, als auch per Mail über die bevorstehende Aktivität informiert.

Natürlich gehört auch etwas Disziplin dazu, denn manch einer neigt dazu, die Termine einfach weg zu klicken.

Inzwischen brauche ich diese Blogzeiten nicht mehr, da ich nahezu an jedem Wochentag mich am Morgen, direkt nach dem Aufstehen, oder nach Feierabend, meinen Blogs widme.

Ideen festhalten

Meist kommen mir Ideen für neue Blog-Artikel, während ich Zeit in die Recherche des aktuellen Blog-Artikels investiere. Diese Impulse halte ich fest, indem ich einen neuen Beitrag erstelle und alles, was mir gerade zu dieser Idee im Kopf herumgeistert, niederschreibe.

Ideen schnell niederzuschreiben hilft einerseits gegen das Vergessen, andererseits baut man sich dadurch einen Vorrat an Entwürfen aus. So ist stets der Nachschub neuer Beiträge sichergestellt.

Mit einem Mind-Mapping-Tool kannst Du ebenfalls Ideen und Impulse strukturell visualisieren. Gerade bei sehr komplexen, umfangreichen Artikeln greife ich gerne zu dem kostenlosen Mindmap-Tool XMind.

Als Blogger Aufgaben priorisieren

Als Blogger stehst Du vielleicht vor der Herausforderung deine Aufgaben in die richtige Reihenfolge zu bringen. Die richtige Priorisierung der Aufgaben ist kein Hexenwerk. Hierzu bedient man sich des Eisenhower-Prinzips, einer Selbstmanagement-Methode, um Aufgaben in Kategorien einzuteilen.

Eisenhower-Prinzip - Methode - Zeitmanagement - Selbstmanagement - Organisation

Doch wie teilt man als Blogger seine Aufgaben nach dem Eisenhower-Prinzip ein? Nachfolgende Beispiele geben dir die entscheidenden Impulse, um deine Aufgaben als Blogger richtig zu priorisieren.

dringende und wichtige Blogger-Aufgaben

Zu den dringenden und wichtigen Blogger-Aufgaben, die man sofort angehen sollte,  zählen:

  • WordPress Core-, Plugin- & Theme-Updates
    Nur wenn dein System up-to-date ist, ist es weitestgehend gegen Angreifer geschützt. Zudem nehmen Updates wenig Zeit in Anspruch
  • Fehlerbehebung
    Ob fehlerhafte Plugins, oder Rechtschreibfehler, die einem bei der Betrachtung bereits veröffentlichter Beiträge auffallen, sollte man direkt beheben.
  • Ideen festhalten
    Wenn dir jetzt eine Idee für einen neuen Blog-Artikel durch den Kopf geistert, dann solltest Du dies sofort festhalten

Wichtige, weniger dringende Blogger-Aufgaben

Zu den wichtigen, jedoch weniger dringenden Blogger-Aufgaben zählen insbesondere Tätigkeiten, die mehr Zeit in Anspruch nehmen.

  • Blog-Artikel schreiben
    Ich habe tatsächlich Blogs gesehen, die das Schreiben neuer Blog-Artikel als dringend und wichtig anpreisen. Dem kann ich nur widersprechen. Wichtig, ja; dringend, nein! Wenn es wichtig und dringend wäre, dann doch nur, wenn Du einen News-Blog betreiben würdest. Ansonsten möchtest Du Artikel fundiert ausarbeiten. Dazu ist Zeit notwendig. Zeit, die Du in die Analyse, Evaluierung als auch Recherchen investieren musst, um dich mit deinem Blog-Artikel von deinen Wettbewerbern abzugrenzen. Insbesondere aber, um deine Leser zu begeistern. Also setz dich beim Schreiben eines neuen Blog-Artikels nicht unter Druck. Das wirkt sich nur negativ auf die Qualität des Beitrages aus.
  • Wettbewerb analysieren
    Den Wettbewerb zu beobachten solltest Du als kontinuierliche, fortlaufende Aufgabe sehen. Stecke jedoch dein Ziele nicht zu hoch, zumindest nich zu beginn.

Dringende, jedoch weniger wichtige Blogger-Aufgaben

Es gibt durchaus dringende Aufgaben, die weniger wichtig sind. Die solltest Du entweder schnell, oder innerhalb eines definierten Zeitraums erledigen. Hierzu zählen beispielsweise:

  • Kommentare freischalten & kommentieren
    Ein Blog lebt auch von seiner Community. Neue Kommentare solltest Du nach Möglichkeit möglichst schnell sichten und freischalten, als auch auf entsprechende Kommentare antworten, um deinen Lesern zu zeigen, dass diese im Mittelpunkt stehen. Eine sofortige Freischaltung und Reaktion ist jedoch nicht notwendig.
  • Newsletter versenden
    Wenn Newsletter-Abonnenten zu einem bestimmten Wochentag üblicherweise einen Newsletter erhalten, stellen diese sich durchaus auch darauf ein, dass dieser Newsletter weiterhin an diesem Wochentag in ihrem Postfach landet. Ich selbst habe mit definierten Wochentagen bislang nur gute Erfahrungen sammeln können, während die Öffnungsrate bei willkürlich versendeten Newslettern deutlich geringer ausfiel.

Nicht dringend und nicht wichtige Blogger-Aufgaben

Nicht dingende und nicht wichtige Blogger-Aufgaben kannst Du in den Papierkorb schieben.  Sie halten dich nur auf und bringen dir nichts. Vielleicht kennst Du die Mails von SEO-Agenturen, die dir entweder ein tolles Ranking verkaufen möchten, oder aber dir eine Kooperation anbieten, indem Du deren Beiträge gegen eine kleine Entschädigung in deinem Blog veröffentlichen sollst – natürlich mit einem Keyword-Link.

Vergiss Multitasking

Vergiss Multitasking, Du kannst es nicht. Abends einen Film schauen und zeitgleich zu bloggen zeugt nicht gerade von Professionalität. Denn würdest Du statt des Films dich auf den Blog-Artikel fokussieren, würdest Du deutlich bessere Qualität in deutlich kürzerer Zeit erlangen.

SMARTe Ziele setzen

SMART-Prinzip - Smarte Ziele - spezifisch - messbar - attraktiv - realistisch - terminiertMit dem SMART Modell, definierst Du deine Ziele richtig. Das SMART Modell beinhaltet folgende Elemente zur Identifizierung der Ziele:

  • spezifisch
    Du musst deine Ziele spezifisch definieren, nicht oberflächlich und vage. Vergiss Ziele wie „Ich möchte ein guter Blogger werden“, oder „Ich möchte ein erfolgreicher Blogger werden“. Diese sind nicht spezifisch und Du hast nichts woraufhin Du arbeiten kannst. Insbesondere, wenn wir diese Ziele mit der nächsten Eigenschaft betrachten.
  • messbar
    Ein Ziel muss messbar sein. Mit „Ich möchte viele Besucher im Monat haben“ ist es noch nicht messbar. Definierst Du jedoch „Ich möchte 50.000 Besucher im Monat auf meinem Blog haben“, dann ist es spezifisch und messbar. Du könntest hier noch spezifischer vorgehen, indem Du sagst, wie viel der Besucher im Monat über Google und wie viele Besucher Du über Twitter und Facebook erreichen möchtest.
  • attraktiv
    Attraktive Ziele, sind Ziele, die dich ansprechen und motivieren.
  • realistisch
    Bleibe bei der Realität und setze dir keine Ziele, von denen Du bislang nur geträumt hast. Du kannst sicherlich mit deinem Blog viel Geld verdienen, wenn Du dein Handwerk beherrschst und Du realistisch planst und handelst. Nicht jedoch, wenn Du phantasierst. Denn Träume und Phantasien tragen dazu bei, dass die Motivation leidet.
  • terminiert
    Um deine Ziele nicht aus den Augen zu verlieren, solltest Du dir Termine setzen. Beispielsweise das Datum, zu wann Du einen Blog-Artikel veröffentlichen möchtest. Und immer im Hinterkopf behalten, dass das Ziel auch realistisch sein muss.

Blogger Workflow

Als Blogger kannst Du dich zudem mit einem Ablaufplan, einer Art Workflow für Blogger, sicherlich auch nochmal besser organisieren. Zunächst einmal musst Du überlegen, welche Aufgaben und Schritte für einen guten Blog-Artikel erforderlich sind. Dann bringst Du diese einzelnen Schritte in die richtige Reihenfolge. Schon hast Du für dich einen Workflow entwickelt.

  1. Idee festhalten
  2. Themensammlung
    • Keyword-Analyse
    • Recherche
  3. Schreib los
    • Einleitung
    • Hauptteil
    • Schluss
  4. Content-Review
    • Grammatik- & Rechtschreibfehler
    • Bilder/ Grafiken einbauen
  5. Beitrag publizieren

Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Artikel einige Impulse mit auf den Weg geben, um dein Zeit- und Selbstmanagement als Blogger zu optimieren. Nutzt Du andere, hier nicht erwähnte Methoden, dann lass es mich, aber auch die anderen Leser wissen.

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